Der hackfleischhassende Zerhacker

Ein saftig gebratenes, knackig braunes, paniertes, fleischiges Stück fleischiges Fleisch… läuft euch da jetzt nicht das Wasser im Mund zusammen?

Wie wäre es denn dann mit einem gammeligen, kranken, leblosen fleischigen Lappen?

Na, immer noch interessiert?

Ja, ja, blaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaablaaaaaaaaaaaaaaaaaa mal wieder so ein megakrassübelster Abnervartikel von irgendeiner scheinheiligen  Weltverbesserin, die sonst nichts anderes zu tun hat als „normale“ Menschen als Leichenfresser und ekeliges Abscheu zu betiteln… Wenn ihr euch das jetzt denkt, dann müsste ich sagen, dass ich euch in diesem Punkt vor einigen Monaten aber mal sowasvon  zugestimmt hätte.

Hääää? Wieso hätte? Und vor einigen Monaten? Hää, und warum in Gottes Namen esse ich gerade Nutella in Sauergürkchen? HÄÄÄÄÄÄ…HÄÄÄÄ….Höööö?

Naja, die Antwort auf all eure Fragen kennt vermutlich bloß die magische Mießmuschel aber ich versuche mein bestes euch über eure ersten beiden HÄÄÄÄ’s aufzuklären.

Also, vor nicht allzu langer Zeit, als ich da saß, ganz unbekümmert, gedankenverloren und…Halt, stopp, ok, ich komme zum Punkt: Ich bin ein Veganeraner! Wuhu, na gut eigentlich nur Veganer aber es klang einfach so viel besser 😉

veggimania

Das sind doch die Menschen, die nur noch apathisch an ihren Selleriestangen knabbern, oder? Falsch! Ich esse alles, was nicht für mich sterben und ausgenutzt werden musste. Pflanzenfresser for the win! 😉

Ihr wollt mit Sicherheit wissen wieso und weshalb und in Gottes Namen, WARUM? Naja, es fing alles im Sommer letzten Jahres an. Ich sah mir zum ersten mal eine Doku zum Thema Lebensmittelherstellung an ( es war Food Inc.) und konnte es kaum fassen was ich da sah. Das klingt womöglich verdammt naiv aber ja, ich wusste das mit den Tieren womöglich nicht so…ähm nett umgegangen wird aber DAS? Ab dem Tag war ich dann Vegetarier. Ich habe es dann am selben Tag wieder vergessen und als ich mir gerade den nächsten Bissen Hackfleisch in mich reinschieben wollte ist es mir aber wieder eingefallen…, also ja, ab da war ich es dann wirklich.

Ihr fragt euch nun womöglich, wieso ich euch diesen schnöden und mit Sicherheit auch öden Mist (höhö, Reim) aufdränge. Nun ja, ich habe einfach das Gefühl, dass viele mit dem Gedanken spielen einfach mal ganz crazy zu sein und seinem Steak tschö zu sagen, sich aber irgendwie nicht zumuten es durchzuhalten.

Wusstet ihr, das bereits Albert Einstein Vegetarier war? Er sagte, es wäre die einzige Möglichkeit ein langes Leben auf der Erde zu gewähren. Na, wenn der’s sagt.

Ich möchte hier nicht einen auf Moralapostel machen, auch wenn es in mir brodelt vor Wut und ich den lieben Schlachthäusern ihren Fahnenmast in gewisse Öffnungen stecken würde, es würde nichts bringen. Wow, ihr müsst ja wirklich denken, ich sei ein irres, blutrünstiges Etwas. Wie dem auch sei, man muss es selbst erkennen und auch wollen. Deshalb überlass ich euch das Nachdenken darüber und erzähl euch wie einfach es bei mir ging und wie es mein, Achtung überdramatisiertes dramatisch inszeniertes Drama, ganzes Leben verändert hat.

-MAGIC-

Ich war immer einer von den Fleischessern, die Schweinehaxen noch nie für sonderlich attraktiv hielten. Deshalb, *böse, böse*landete es meistens angenagt in den Müll. Ich habe mir schon da oft gewünscht was daran zu ändern, aber bei uns gehörte so ne jute alte Schweinehaxe nun mal zum Grundnahrungsmittel. Da kann man halt nix machen. Doch, kann man. Es kostet zwar ein winziges bisschen Mut sich gegen die Normen der eigenen Familienfleischesserfraktion zu wiedersetzten aber das war es mir wert.

In diesem Moment entfachte zu Hause der Krieg:

Hackbällchen VS. Lauchzwiebel

aber das war mir egal. Seit 2 läppischen Monaten bin ich nun VEGANERANER! (jaja, Veganer) und ich fühle mich endlich so gut es geht ein bisschen weniger schlecht.

veggime

 Ob es schwer ist konsequent zu bleiben? Ja, ein wenig. Aber ich bereue es kein bisschen und stehe voll und ganz hinter meiner Antihackbällchenfraktion. Es geht nicht um Verzicht und Genuss sondern darum für sich zu erkennen, das Richtige zu tun. Da kann dir dann noch so ein heißer Hackbraten um die Ecke laufen, er sieht einfach nicht mehr so rattenscharf aus wie vorher.

Informiert und fragt euch, ob ihr das was in der grausamen, kalten und herzlosen Welt mit schönem Anstrich akzeptieren könnt, oder ob ihr aufstehen wollt um NEIN zu sagen und die Welt ein bisschen weniger scheiße zu machen.

Ich hoffe euch gefallen auch ein bisschen ernstere Themen, wie diese, denn ich würde das gerne noch was ausweiten. Ach, was schreib ich überhaupt noch. Bis hierhin ließt doch eh niemand. Wie dem auch sei, ich verlinke euch den mit Abstand augenöffnendesten Film zum Thema, der mich wirklich zum nachdenken gebracht hat. Alles voll legal und so.

http://earthlings.com/?page_id=32

PS: Ja, solche kranken Fotos schieße ich wirklich von mir in meiner Freizeit.

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2 Kommentare zu “Der hackfleischhassende Zerhacker

  1. Toller Artikel 🙂 Ich überlege im Moment auch ob ich Vegetarier werde,da ich mich in letzter Zeit teilweise vor Fleisch ekele.Müsste ich dann nurnoch meinen Großeltern beibringen 😀

    LG LittleCupcake

    • Hey, danke. Ja, ich hätte auch nie gedacht, dass ich meine Pläne auch irgendwann mal so richtig durchsetzte. Ich muss zwar zu Hause immer selber kochen für mich, aber das ist auch echt kein Ding. Tu das, was du für richtig hälst, egal was andere davon halten 🙂
      Ganz liebe Grüße

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