Das hier ist eine Metapher

Ihr könnt euch meine momentane Schreibsituation ungefähr folgenermaßen vorstellen:

Ich sitze gefesselt an meinen Stuhl, meine Augen sind mit Tesafilm fixiert und um einen parallelen Blickkontakt zum Bildschirm zu gewährleisten ist mein Kopf in eine Art Scheuklappenbox montiert. Ach ja, nicht zu vergessen Heinz, der nette Knabe, der mit nem nicht ganz so netten Baseballschläger hinter mir steht.

Bevor ihr jetzt die Polizei ruft muss ich euch wohl leider mitteilen, dass diese Hirngespinste manchmal immer noch die Macht in meiner Schaltzentrale ergreifen. Dies war also nur eine äußerst lebhafte Verbildlichung des Wahnsinns in meinem Schädel, welche unter dem  intellektuellen Volk auch gern mal als… mEtApHeR bezeichnet wird. Aber… psst, wo sind wir denn hier? Und da ich dachte, dass Metaphern aus offensichtlichen Gründen wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und Augustus Waters‘ Sabberzigaretten ziemlich InStyle seien müssten habe ich mich jenes rhetorischen Mittels bedient. WUHUUU!!!

Nun steht aber das äußerst mysteriöse Mysterium der mystisch klingenden My … ähm… Metapher im Raum. Nun ja, eigentlich ist es voll easy und so: Mir fällt es in letzter Zeit zunehmend schwerer eigene Ideen umzusetzen, kreativ zu sein und neues auszuprobieren. Ja, ich weiß, ich kann es auch nicht glauben. Deshalb habe ich mir nun einen Heinz zugelegt. Is klar, ne?

ighzugujiokipo

Da stellt sich nur die Frage des „was zur Hölle“? Wie konnte so was nur passieren? Nun ja, ich führe es auf den Einzug eines neuen Produkts aus der Sparte der Gehirnwäscherei in meinen Haushalt zurück. Kurz: ich habe mir ein Ipad zugelegt.  Dies soll eigentlich kein Artikel darüber werden, wie „bla“ und wie „blupp“ der Gebrauch von smarten Phones oder Pads ist. Doch trotzdem komme ich nicht darum herum die Zusammenhänge zwischen Heinz und Mister Ipad zu ziehen. Wie oft verbringe ich ganze Nachmittage, (okay, wen will ich verarschen?) Tage damit meine E-Mails zu überprüfen, oder nur noch mal schnell die „Nachrichten“ auf YouTube zu gucken? Wie oft schon habe ich meinen Rekord im Serienkonsum pro Tag gebrochen? Eindeutig zu oft!

Das Internet kann ein toller Ort sein neue Ideen zu sammeln und in eigene umzuwandeln. Sich über aktuelle Ereignisse zu informieren, oder ganz einfach an einem Süßheitsschock ausgelöst durch Youtubekatzenvideokonsum zu sterben. Was für ein ehrenvoller Tod.

Wie dem auch sei, durch den unbegrenzten Zugang durch Ipads oder smarten Phones wird man immer wieder dazu verleitet mal eben schnell diese und jene Dinge zu tun. Wir sind größten Teils alle süchtig nach dem sich ständig aktualisierenden Nachrichtenwasserfall und kriegen nichts davon mit, wenn ein Regenbogenfarbiges Einhorn auf rosa Zuckerwattenwolken an unserem Fenster vorbeifliegt (Jaja, rein hypothetisch blabla…). Und wie immer die Frage an solch einer Stelle: Ihr könnt mir noch folgen, oder? Warum mache ich mir da noch Hoffnungen?

unicorncrazynes

Hach, welch eine Ironie… ich berichte euch von den Nebenwirkungen übermäßigen Internetkonsums indem ich einen Artikel darüber an meinem Computer im Internet veröffentliche. Oh nein, meine Glaubhaftigkeit…  da fliegt sie davon.

Ich hoffe ihr versteht nun, warum ich soooo lange nichts von mir gegeben habe. Mal sehen, wie ich dieses Problemchen in Angriff nehmen werde. Und da ich jetzt keine Ahnung habe, wie ich diesen Artikel nun beenden soll hier eine Lobrede an Heinz, ohne den dieser Artikel nicht möglich gewesen wäre. Auch ein besonderes Dankeschön an seinen Baseballschläger des Grauens, nennen wir ihn Brian. Oh, und wie könnte ich nur Mister Tesafilmstreifen vergessen… Danke, danke, dan…

Oh mein Gott, die neue Staffel Pretty little liars ist draußen!!!!!!!!