„When in hell are you going to grow up?“

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Stell dir vor, du wechselt von Schule zu Schule. Alle Menschen um dich herum sind falsch und aufgesetzt. Niemand interessiert sich hier für den anderen. Gespräche dienen nur zu seinem eigenen Zweck. Alle Menschen sind Egoisten und nutzen einander aus. Es gibt niemanden, der ein echtes Interesse an deiner Person hat, nur an dem Nutzen deiner Fähigkeiten für ihn selbst. An so einem Ort, fühlt man sich so beschissen traurig wie nirgend sonst wo.

In einer Zeit, in der man vor lauter offener Fragen platzt und einzig und allein nach Antworten sucht. In einer Zeit, in der man so viel neues erlebt und so viel altes verliert, in der man sich wünscht alles anzuhalten und stillzulegen um sich den Gefahren des Erwachsenwerdens entziehen zu können. In genau so einer Zeit befindet sich Holden Caulfield, ein 17 jähriger auf der Suche nach sich selbst. Auf dem steinigen Weg in Richtung Erwachsensein; nicht zu wissen wohin man soll, wohin man gehört und sich isoliert von all den anderen um sich herum fühlen. Einsamkeit unter einer Masse an Menschen. Das stetige Gefühl an der Seite, nicht ein Teil dieser verdammt erwachsenen Welt werden zu wollen und die kindliche Unschuld zu bewahren.

„The Catcher in the Rye“ von J.D. Salinger aus dem Jahr 1951 behandelt all die fürchterlich gruseligen und doch so dominanten Themen des Erwachsenwerdens. Einsamkeit, Zugehörigkeit, Verlust, Bindung. Ich möchte nicht zu viel von der Geschichte vorweg nehmen und das hier ist schon so ziemlich alles, was ihr wissen solltet.

Dieses Buch hat mich auf eine seltsame Weise sehr berührt, da ich mich sehr in Holden hineinversetzten konnte. Allein die Art und Weise, wie er versucht seine Sicht auf Dinge auszudrücken ist so erfrischend und traurig zugleich, da es mir sehr Nahe ging seine innere Welt auf diese Weise zu kennenzulernen.  Man kann definitiv sehr viel in Holden’s handeln hineininterpretieren, was der ganzen Geschichte erst den besonderen Reiz gibt. Hach, ich könnte hier gerade echt loslegen aber das hier soll ja nur eine Empfehlung werden also…. AHHHHHHHHH… LEST DIESES BUCH!!! 😀

Hier noch ein paar Zitate aus der Originalfassung:

„I didn’t have the faintest damn idea where I was going. I had no place to go.“

 

„I swear to God I’m crazy. I admit it.“

 

„I’m sort of glad they’ve got the atomic bomb invented. If there’s ever another war, I’m going to sit right the hell on top of it. I’ll volunteer for it, I swear to God I will.“

 

“ All you have to do is say something nobodyunderstands and they’ll do practically anything you want them to.“

 

“ If you had a million years to do it in, you couldn’t rub out even half the ‚Fuck you‘ signs in the world. It’s impossible.“

 

Und um dem Buch jetzt noch den gewissen Nervenkitzel zu geben: Der Mörder von niemand geringerem als John Lennon hielt dieses Buch in seinen Händen und behauptete, es habe ihn dazu aufgefordert eine Berühmtheit töten zu müssen. Zudem war es nun mal sein absolutes Lieblingsbuch und er wollte es doch nur scheiße berühmt machen.

Nun kommen wir zu erfreulicheren Dingen, wie den klitzekleinen Kleinigkeiten von denen ich gestern gesprochen habe.  Es wird zu dem Buch des Monats auch eine Playlist des Monats geben. Also Playlist und Buch sind hierbei unabhängig voneinander aber ähm ja, ich denke ihr versteht mich. Klickt einfach auf den Link.

Making believe

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3 Kommentare zu “„When in hell are you going to grow up?“

  1. Hallo, ich hab gesehn, dass du auch an der Mitwirkung einer deutschen Version des Rookiemagazins interessiert bist/warst/oder so. Bist du das noch immer? Oder weißt du schon fix, dass du mitmachen/nicht mitmachen willst?? Ich habe heute einen Kommentar der (für mich noch immer Namenlosen) Betreiberin der Ausschreibung bekommen. Ich hab noch ein bisschen Zweifel und bin andererseits auch ziemlich euphorisch (keine Ahnung, wie beides zusammen geht, aber es geht)
    Also, ich würde mich voll freuen, wenn du mir schreiben würdest 😉

    Und zu ‚The catcher in the Rye‘: Ich hab mich grad enorm gefreut, dass du dieses Buch einmal zu deinem ‚Buch des Monats‘ auserkoren hast. Nicht, weil es mir besonders gefallen hat, aber ich hab es vor einer Woche oder so ausgelesen. Am Anfang hab ich es extrem, extrem gut gefunden, aber zum Ende hin ist mich Holden schon extrem angegangen mit seiner Dramatisierung von so vielen dingen und ständigem umentscheiden. Vielleicht ist es unfair von mir, sowas zu schreiben, weil sein Bruder gestorben ist und er generell unglücklich und unzufrieden ist und ich das Buch auf deutsch gelesen habe, also warscheinlich auch nicht genau übersetzt. Tut mir leid Holden.
    Aber es gibt echt viele gute Sätze darin. (Du hast eh die besten hingeschrieben, was ich voll gut finde!! Ich finde, der Absatz (ich kann leider nur auf deutsch zitieren)

    ‚ „Das ist tatsächlich so, Junge. Das Leben ist ein Spiel, das bestimmte Regeln hat.“
    „Ja, Sir. Ich weiß. Ich weiß das.“
    Ein Spiel, verdammt! Feines Spiel. wenn man auf der Seite spielt, wo die großen Kanonen sind, dann ist es ein Spiel – das will ich zugeben. Aber wenn man auf die andere Seite gerät, wo keine Kanonen sind, was soll daran noch ein Spiel sein?‘

    Ok, tut mir leid, dass du dir so viel durchlesen musstest. Mir gefällt dein Blog auf jeden Fall richtig gut!!

    Alles, alles liebe,
    Lena

    • Hey, erstmal ein großes Dankeschön für dein Kommentar. Das hat meinen Montagmorgen um 100% toller gemacht 🙂
      Zum Rookiemagprijekt kann ich auch nicht viel mehr sagen. Ich habe mittlerweile schon ein paar erste Ideen mit der superlieben Simone ausgetauscht. Ich würde das ganze eher als ein kleines Hobbyprojekt einstufen, aber wer weiß was daraus wird. Leider Bin ich momentan selbst vieeel zu sehr beschäftigt mit den dunklen Seiten des Lebens, auch unter dem Synonym Schule bekannt, beschäftigt und habe schon länger nicht mehr geantwortet. Prinzipiell finde ich die Idee jedoch super und würde natürlich gerne meinen Teil dazu beitragen.
      Nun zur Buchreview 🙂 Ich kann deine Kritik sehr gut verstehen. Ich denke, der Roman macht Holdens Gefühl von der Unvermeidbarkeit des Erwachsenwerdens deutlich. Der Fänger im Roggen ist letztendlich nur eine Metapher dafür, die Kinder davor zu bewahren die Klippe hinunterzufallen und somit ein Teil, der in seinen Augen, verlogenen Welt der Erwachsenen zu werden. Er möchte zwanghaft an der kindlichen Unschuld festhalten obwohl er bereits am fallen ist. Ich denke schon, dass du recht hast, dennoch fand ich das Ende gerade deshalb gut. Der Prozess des Erwachsenwerdens ist nie vollständig abgeschlossen, ein Teil von ihm wird immer stets ein Kind bleiben. Es ist ein Kreislauf aus beidem und das wird gerade in der letzten Szene deutlich „I felt so damn happy, the way old Phoebe kept going around and around. I was damn near bawling, I felt so damn happy, if you want to know the truth.“Dieses „around and around“, so wie das ganze Karussel an sich machen diese Erkenntnis deutlich. Ich hoffe das hier macht irgendwie Sinn 🙂
      Alles Liebe,
      Svenja

      • Hallo wieder 🙂
        Es macht irgendwie Sinn (Was du über das Buch und Holden geschrieben hast).

        Ich denke auch, dass es wenn dann eher ein kleines Projekt sein wird. Ich hab zur Zeit extrem viel Zeit hier in Brasilien, weil ich nichts für die Schule machen muss. Wenn wir wirklich gerne so eine ART Rookiemag machen möchten, können wir ja vielleicht einfach mal irgendwie gemeinsam schreiben/planen oder so (treffen geht bei mir leider nicht so..;D).

        Ich bin hier so voller kreativität und bin in einer Schule, in der es Schuluniform und extrem viel Naturwissenschaften gibt. Das ist irgendwie ein bisschen unterdrückend, weil ich nicht wirklich gleichgesinnte Leute bis jetzt getroffen habe..

        Ich freu mich voll auf eine Antwort 🙂
        Auf meinem Blog ganz unten steht meine E-mail adresse, du kannst mir auch voll gerne eine Mail schreiben 🙂

        Alles, alles liebe,
        Lena

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