Ein Meer aus mir

Es war 22:07 und ich schien mich inmitten eines Wasserfalls zu befinden, alles um mich herum schien an mir vorbeizuziehen. Unbemerkter Einheitsbrei knallte mit sanfter Wucht dem Abgrund entgegen, während ich als verwurzelter Beobachter stillstand.

Zeit floss dahin, wie der übliche Rest der konformen Soße und ich stand still, beobachtete. Eine aussichtslose Alltäglichkeit schlich sich ein. Ich stand und stand, beobachtete, sah und nahm hin. Was hatte dies alles für einen Sinn?

Ich schien wie ein Fremdkörper im ewigen Fluss bergab. Wieso nicht ich auch? Ich sah hinab und tief hinunter, meine Beine verschmolzen mit dem, was einst so fremd schien. Konnte das sein? Ich war ein Teil des großen unabwendbaren Stroms ins Ungewisse. Und so stand ich dort in einem Meer aus mir und ging unter. Es war 23:12.

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